Tiefbauamt | 16. Dezember 2019

Neue touristische Signalisation auf Kantonsstrassen und Autobahnen

Catia Allemann, Redaktion BUZ

Schweizweit gilt seit 2012 die Weisung über die touristische Signalisation auf Autobahnen und Autostrassen, welche einheitliche Beschilderung vorschreibt. Deshalb wurden im Frühling 2019 die Schilder entlang der Kantonsstrassen ersetzt. Das Tiefbauamt Basel-Landschaft (TBA) hat 55 «Willkommen in Baselland» Tafeln ausgetauscht und sieben zusätzliche «Willkommen-Schilder» auf den Hauptachsen der Kantonsstrassen aufgestellt. Im Herbst 2019 hat das TBA die touristischen Tafeln entlang der Hochleistungsstrasse A18 ersetzt. Für die Arbeiten im Bereich der Autobahnen A2 und A3 ist die Bewilligung derzeit noch ausstehend. 

Ein Arbeiter der Signal AG montiert die touristische Tafel auf der A18 an den Signalständer (Quelle: TBA).

Vor der Ausfahrt Reinach Nord/Arlesheim haben Angestellte der Signal AG im Auftrag des TBA das Ausfahrtsschild durch ein touristisches Schild mit dem Motiv «Arlesheim, Ermitage und Dom» ersetzt. Die neuen Schilder verweisen mit dem Pfeil gleichzeitig auf die nächste Ausfahrt. «Für die Arbeiten im Bereich der Hochleistungsstrassen muss zwei Wochen vor Arbeitsbeginn ein Gesuch beim Astra eingereicht werden» sagt Alexander Binggeli, Leiter Fachbereich Signalisation vom Tiefbauamt. Für das Anbringen der Schilder musste ausschliesslich der Pannenstreifen gesperrt werden. Die Arbeiten hatten somit keine negativen Auswirkungen auf den Verkehr. Mit Hilfe des Lastwagenkrans positioniert der Handwerker den Signalständer und montiert ihn auf den Betonsockel. Die Tafel wird aus insgesamt acht einzelnen Elementen zusammengesetzt. Dazu muss der Monteur in die Hebevorrichtung des Krans steigen.

Alexander Binggeli und Urs Rippstein von der Abteilung Signalisation des Tiefbauamts arbeiten in diesem Projekt eng zusammen mit Markus Gysin von der NSNW (Quelle: Redaktion BUZ).

«Mit der neuen Signalisation wird auf Sehenswürdigkeiten von kantonaler Bedeutung aufmerksam gemacht», erklärt Alexander Binggeli. Die Schilder auf den Autobahnen A2 und A3 wurden noch nicht versetzt, weil die schriftliche Genehmigung des ASTRA noch ausstehend ist. «Das Projekt ist komplex und es sind verschiedene Ämter und die angrenzenden Kantone beteiligt. Es müssen viele Details berücksichtigt und geklärt werden, wie beispielsweise der optimale Standort eines Schildes für die Sichtbarkeit und der Abstand zwischen den verschiedenen Signalisationen» erklärt Binggeli. 

Im Frühjahr 2019 hat das Tiefbauamt die «Willkommen in Baselland»-Schilder auf den Kantonsstrassen ersetzt. Das Grundmotiv besteht aus einer Landschaftsaufnahme aus dem heimischen Kettenjura. Die verschiedenen Hügel verblassen zunehmend in Richtung Hintergrund. Das zentrale Element der Schilder ist der Baselbieterstab. Er ist aus heimischem Kirschholz hergestellt. Insgesamt wurden 55 Schilder ersetzt und sieben neue aufgestellt.

Die Weisung über die touristische Signalisation auf Autobahnen und Autostrassen ist seit Mitte 2012 in Kraft. Sie schreibt schweizweit eine einheitliche Beschilderung vor. Bereits vorhandene Tafeln sollten bis zum 1. Juli 2017 ausgetauscht werden. Der Kanton Basel-Landschaft hat im Jahr 2015 einen öffentlichen Gestaltungswettbewerb für neue touristische Signale ausgeschrieben, an dem sieben Agenturen teilgenommen haben. Die Firma SUAN Conceptual Design überzeugte die Jury mit ihrem Konzept und durfte die sieben neuen Motive entwerfen. Angesichts der angespannten Finanzlage des Kantons stoppte indes der Regierungsrat die Umsetzung noch im Jahr 2015. Auf diesen Entscheid kam der Regierungsrat nach einer Verbesserung der finanziellen Lage im November 2018 zurück und beschloss den Austausch der Schilder entlang der Kantonsstrassen bis im Frühjahr 2019.