Tiefbauamt | 31. Oktober 2016

ONLINEPEGEL AN BASELBIETER FLIESSGEWÄSSERN

Martin Altermatt, Tiefbauamt

AUF DEM GEOVIEW BL WERDEN DIE AKTUELLEN WASSERSTÄNDE VON VIER PEGELMESSSTATIONEN DES KANTONS BASEL-LANDSCHAFT FÜR FLIESSGEWÄSSER VERÖFFENTLICHT. DAMIT STEHEN AKTUELLE ABFLUSSINFORMATIONEN ÖFFENTLICH ZUR VERFÜGUNG.

Das Tiefbauamt betreibt seit nahezu 40 Jahren ein Pegelnetz mit 21 Stationen, an denen rund um die Uhr der Wasserstand an den Oberflächengewässern gemessen wird. Die gemessenen Daten werden jährlich ausgewertet und im Hydrographischen Jahrbuch veröffentlicht.

Die ganz grossen Gewässer in der Region, wie beispielsweise der Rhein in Rheinfelden und Basel, die Birs in Soyhières und Münchenstein, sowie die Ergolz in Liestal, werden schon seit Jahrzehnten vom Bund gemessen und sind online einsehbar.

Der Abfluss in den Fliessgewässern ist eines der wichtigsten Elemente im Wasserkreislauf und dadurch eine wichtige Grundlage für alle wasserbaulichen Vorhaben. Seine Kenntnis ist unerlässlich für die Bewirtschaftung und den Schutz der Wasservorkommen, sowie für die Planung von Schutzmassnahmen gegen Hoch- und Niederwasser wie auch für Revitalisierungen von Gewässern.

Die zunehmende Nachfrage nach aktuellen Informationen zum Abfluss, zum Beispiel im Hochwasserfall und zur Abschätzung einer Gefahrensituation für die Ereignisorganisationen, hat das Tiefbauamt bewogen, die ersten vier kantonalen Messstellen für die Onlinedatenangabe umzurüsten. Es sind die Pegelstationen der Vorderen und Hinteren Frenke in Bubendorf, des Birsigs in Binningen und des Marchbachs in Oberwil

Ausschnitt aus dem GeoView BL: Die Grafiken werden in der Regel stündlich aktualisiert (Quelle: GeoView BL)

Die Online-Daten werden im GeoView BL unter dem Thema / Gewässer / Messstellen Oberflächengewässer / Pegel und Abfluss veröffentlicht. Mit einem Klick auf den Infoknopf und auf eine Messstelle können pro Station je drei Grafiken für den Pegelstand und den Abfluss aufgerufen werden: Zweitageswerte, Wochenwerte, Monatswerte. Die Grafiken werden in der Regel stündlich aktualisiert.
In den nächsten Jahren ist geplant, das Onlineangebot auf insgesamt sechs bis acht Pegelstationen auszubauen. Die Kosten betragen rund 8‘000 Franken pro Station.