Hochbauamt | 11. Dezember 2020

Ein Holzbau für die kantonale Verwaltung

Judith Kessler, Hochbauamt

Die Verwaltungsbauten am Standort Liestal sollen modernisiert und besser organisiert werden. Die heute über mehrere Standorte verteilten Direktionen sollen künftig näher zusammenrücken. Geplant ist ein Holzbau in MINERGIE-P-ECO® – ganz nach den Zielen der Regierung, den Kanton zu einem Holzbaupionier zu machen.

Die kantonale Verwaltung in Liestal ist heute auf rund 45 Standorte verteilt. Viele dieser Standorte sind hinsichtlich Grösse, Raumstruktur, Sicherheitsstandards und mangelnder räumlicher Flexibilität für eine Kantonsverwaltung nicht mehr geeignet. Ausserdem müssen mehrere Gebäude nach der langjährigen Nutzung saniert werden. Der Landrat hat im August 2020 mit 74 zu zwei Stimmen einem Neubau für die kantonale Verwaltung in Liestal zugestimmt. Nach einer langen Projektvorgeschichte können damit die seit langem notwendigen Verbesserungen von Arbeitsplätzen und Gebäuden geplant werden.

Mit dem Projekt «Optimierung Verwaltungsstandort Liestal» werden 21 kleinere Standorte aufgelöst und in einem Neubau im Kreuzboden-Gebiet zusammengeführt. Im neuen Verwaltungsgebäude, dessen Bau als erstes geplant ist, entstehen rund 560 zeitgemässe Büroarbeitsplätze. Des Weiteren werden die Gebäude an der Rheinstrasse 29 und 31 saniert.  

Durch die modernen Arbeitsplätze wird der Kanton Basel-Landschaft als Arbeitgeber nicht nur attraktiver, auch die Bürgerinnen und Bürger profitieren von einer zentralisierten Verwaltung. Der in der Bevölkerung verankerte Verwaltungsstandort an der Rheinstrasse wird mit dem geplanten Neubau am Standort Kreuzboden in Liestal ergänzt.  

«So könnte der Verwaltungsneubau gemäss Machbarkeitsstudie aussehen». (Quelle: HBA)

Umsetzung der Regierungsziele  
Das Ziel des Regierungsrats, den Kanton Basel-Landschaft als Holzbaupionier in bestehenden und neuen Technologien zu etablieren, kommt auch in diesem Projekt zum Tragen. Wie in der Langfristplanung der Regierung festgehalten, übernimmt der Kanton eine Vorbildrolle und plant, das neue Verwaltungsgebäude aus Holz zu bauen. Den Zielen der Nachhaltigkeit wird neben der Verwendung des CO2-neutralen und nachwachsenden Baustoffes Holz mit der Bauweise in MINERGIE-P-ECO® Rechnung getragen.  

Die bestehenden Verwaltungsbauten an der Reinstrasse 29 und 31 werden bei der geplanten Gesamtsanierung energetisch ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht. Damit entsprechen nach Abschluss der beiden Bauetappen insgesamt rund 860 Büroarbeitsplätze den aktuellen Anforderungen.  

Bezug des Neubaus im Jahr 2027 
Der Neubau Kreuzboden ist voraussichtlich im Jahr 2026 fertiggestellt. Im darauffolgenden Jahr werden die Arbeitsplätze der Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) und der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD) an der Rheinstrasse 29 und 31 sowie die Arbeitsplätze von weiteren sieben Liegenschaften in das neue Gebäude gezügelt. Die dazugehörenden Projekte werden zeitgerecht angegangen und die Bereiche sowie Dienststellen werden miteinbezogen. 

In der zweiten Etappe werden ab 2027 die Gebäude an der Rheinstrasse 29 und 31 saniert und modernisiert. Die entsprechenden Kredite dazu werden in einer nächsten Landratsvorlage beantragt. Durch den Neubau und die geplanten Umzüge der BUD und der BKSD kann auf aufwändige Provisorien für diese grossen Sanierungsprojekte verzichtet werden. 

In einem ersten Schritt führt das Hochbauamt im kommenden Jahr ein sogenanntes Varianzverfahren durch. Auf Basis des Siegerprojekts kann das Projekt in der Folge weiter ausgearbeitet werden.