Amt für Raumplanung | 22. April 2020

Neues Wanderangebot im Baselbiet – Chirsiweg von Sommerau nach Oltingen

Doris Capaul, Amt für Raumplanung

Mit Beginn der diesjährigen Wandersaison wird als neues Wanderangebot der Baselbieter Chirsiweg mit der Nummer 471 signalisiert. Gewandert wird durch Wälder, vorbei an verwunschenen Wasserfällen und Höhlen und über weite Streuobstwiesen mit Fernblick. Das Ziel ist Oltingen mit einem der besterhaltenen Dorfkerne der Region.

Start des Baselbieter Chirsiwegs ist beim Bahnhof Sommerau, an der ältesten Bahnlinie zwischen Basel und dem Mittelland gelegen. Durch das lauschige Chrindeltal mit seinem renaturierten Auenwald geht es zum Rünenberger Giessen, dessen Wasser über eine 18 Meter hohe, überhängende Felskante stürzt. Giessen nennt man die charakteristischen Wasserfälle des Tafeljuras, die sich über die flachen, harten Gesteinsschichten in die Täler ergiessen. 

Giessen bei Wenslingen (Quelle: ARP).

Nach dem ersten Aufstieg ins sonnige Rünenberg mit seinen Baumgärten geht es gleich wieder hinunter ins enge Eital, an dessen gegenüberliegender Talflanke der Weg an eindrücklichen Felswänden sowie zwei Höhlen vorbeiführt. Zwischen Wenslingen und Oltingen, zwei typischen Oberbaselbieter Dörfern mit stattlichen Bauernhäusern und Brunnen, säumen erneut unzählige Kirschbäume den Weg. Oltingens alter Dorfkern am Ziel des Chirsiwegs ist weitgehend originalgetreu erhalten geblieben. Besonders sehenswert ist das Ensemble aus Kirche, Pfarrhaus und Pfarrgarten. Für kulturhistorisch Interessierte ein absolutes Muss sind die spätgotischen Fresken in der Kirche.

Kirche Oltingen (Quelle: ARP).

Besonders reizvoll ist der Chirsiweg im Frühling während der «Bluescht», wenn die blühenden Kirschbäume das Baselbiet in ein Blumenmeer verwandeln. Aber auch wenn die Kirschen im Juni/Juli reif sind oder dann im Oktober/November, wenn die Blätter ihr sattes Orangegelb in der Herbstsonne leuchten lassen, hat diese Wanderung eine besondere Anziehung.

Kirschbäume bei Rünenberg (Quelle ARP).