Wir stellen uns vor: Deponieanlage Elbisgraben

Heinz Schaub, Amt für Industrielle Betriebe

Die Deponieanlage Elbisgraben stellt zusammen mit der Kehrichtverwertungsanlage Basel ein wichtiges Standbein in der Abfallentsorgung der Nordwestschweiz dar. Sie zählt zu den modernsten und sichersten Anlagen in der Schweiz.

Heinz Schaub, Betriebsleiter der Deponieanlage Elbisgraben (Quelle: AIB).

In der Deponie Elbisgraben zwischen Liestal und Arisdorf werden jedes Jahr rund 70'000 Tonnen nicht brennbare Abfälle, insbesondere Reststoffe und Schlacken aus Verbrennungsöfen eingelagert. Für den reibungslosen Deponiebetrieb sind sieben Mitarbeitende zuständig. Schon beim Bau der Anlage wurden sehr hohe Umwelt- und Sicherheitsanforderungen berücksichtigt. Als erste Deponie weltweit erhielt der Elbisgraben eine doppelte Abdichtung gegen den Untergrund. Die eigentliche Deponie kann man sich wie eine riesige Badewanne vorstellen. Im Betrieb wird modernste Deponietechnik angewendet. Transparenz bei den angelieferten Stoffen ist sehr wichtig: Seitdem die Anlage in Betrieb ist, wird eine Deklaration der Abfallstoffe durch die Lieferanten gefordert. Die Deponiekunden können auf direktem Weg von der Autobahn A2 zum Elbisgraben gelangen, ohne Wohngebiete zu durchqueren.

Das Deponiesickerwasser und das lokale Grund- und Quellwasser werden regelmässig chemisch analysiert. Da seit dem Jahr 2000 nur noch nicht brennbare Abfälle abgelagert werden, wird das Deponiesickerwasser laufend sauberer und die Belastung des Abwassers sinkt bei fast allen Inhaltsstoffen. Bei den eingesetzten Maschinen und Geräten wird auf tiefe Emissionen geachtet. Sämtliche Maschinen sind mit Partikelfiltern ausgerüstet und erfüllen die aktuellen Abgasgrenzwerte.

Die seit 2019 auf dem Elbisgraben betriebene Metallrückgewinnungsanlage, welche Metallteile zurückgewinnt, bevor diese endgültig abgelagert werden, zählt zu den effizientesten Anlagen ihrer Art in der Schweiz. Neben der Deponieanlage Elbisgraben betreiben wir im Auftrag der Deponie Höli Liestal AG die nahegelegene Inertstoffdeponie Höli. Dort wurden in den letzten zehn Jahren über sechs Millionen Tonnen Inertstoffe abgelagert.

Der Elbisgraben steht für einen nachhaltigen Deponiebetrieb, der auch noch in den nächsten Jahrzenten effizient betrieben werden kann.